Selbst wenn sie nur als Spuren auftreten, haben Fremdstoffe bedeutende Auswirkungen. Die Reinheit wird dabei im Wesentlichen durch den Rohstoff, die Herstellungsmethode und die nachfolgende Weiterverarbeitung bestimmt. Bei jedem Produktionsschritt müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden, um die hohe Reinheit zu erhalten. Heraeus verfügt zudem über verschiedene Reinigungsverfahren, um die Qualität des Rohstoffs Quarzsand weiter zu erhöhen.
Zu den am häufigsten vertretenen Fremdstoffen zählen Metalle (wie Al, Na, Fe etc.), Wasser (in Form von OH-Gruppen) und Chlor. Diese beeinflussen nicht nur die Materialeigenschaften des Quarzglases wie Viskosität, optische Absorption und elektrische Eigenschaften. Sie wirken sich ebenso auf die Eigenschaften der Materialien aus, die letztlich in der Anwendung mit dem Quarzglas in Kontakt stehen und dort prozessiert werden.
Quarzgläser lassen sich in außergewöhnlich hoher Reinheit herstellen. Synthetisches Quarzglas von Heraeus weist eine metallische Gesamtkontamination von weniger als 1 ppm auf. Bei natürlichem Quarzglas liegt dieser Wert bei etwa 20 ppm, was im Wesentlichen auf den Gehalt an Al2O3 und deutlich kleinere Konzentrationen an Alkalimetallen, Fe2O3, TiO2, MgO and ZrO2 zurückzuführen ist.